Paleo-, Vegane- und weitere exquisite Ernärungsformen!

Do it like an animal!

 

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch im Gym.

Wir haben uns über Ernährung, Training und Lebensweisen unterhalten – und natürlich über die in aller Munde liegenden Ansichten bezüglich Paleo und Co.

Paleo gibt es in unterschiedlich stark ausgeprägten Variationen und ist bestimmt ein sehr guter Ansatz, sich zu ernähren. Ich selbst halte viel davon, dass wir mehr Nahrungsmittel zu uns nehmen sollten, die nicht 10 verschiedene Chemiefabriken zuvor durchlaufen haben. Saisonale Nahrung und wenig Zuckerbomben!

Es wird ja vermutet, dass der Steinzeitmensch sich so oder ähnlich ernährt hat. Vermutet ist allerdings die erste unklare Variable. Wir wissen es nicht genau. Hat er wirklich nur Beeren genascht, die im Wald gewachsen sind und die Nüsse, die er zufällig am Wegesrand fand? Und hat er seine Proteine über Fleisch zu sich genommen und gänzlich auf Milch verzichtet?

Wenn es denn so war, dann muss ich ein paar Dinge aber fragend in den Raum stellen:

  1. Warum gibt es in der Paleo-Ernährung von heute Rezepte, die mit vielen Gewürzen arbeiten?
  2. Wofür gibt es Paleo-Kochrezepte?
  3. Warum jagen die Paleo-Jünger ihr Tier nicht selbst?
  4. Wer von den Paleo-Gurus hat seine Beeren und Nüsse selbst gepflückt?
  5. Der haarige Urzeitmensch war nicht unbedingt ein Athlet, der unserer heutigen Vorstellung mit 5% Körperfett entspricht ( … was übrigens überhaupt nicht so gesund ist).

Mir kommt es so vor, als ob die moderne Paleo-Ernährung nicht ganz ehrlich ist, sich dann doch ein wenig an dem Geschmack der heutigen Ernährung orientiert und versucht, mit allen Mitteln, Nahrung von heute zu simulieren.

Da wir aber auch andere Anforderungen an uns selbst stellen, einen gesunden, definierten Körper mit funktionierendem und leistungsfähigem Gehirn, müsste doch auch unsere Ernährung angepasst werden. Wir sind weniger auf der Jagd und den größten Teil des Tages verbringen wir in einer körperlich passiven Haltung.

Ich bin kein grunzender Neandertaler! Daher muss ich mich auch nicht zwingend so ernähren!

Unser Gespräch ging weiter in Richtung ursprüngliche Ernährung. Wir sollten uns – laut einiger Ernährungs- und Fitnessspezialisten – ein Beispiel an den Tieren nehmen.

Ganz oben auf der Liste ist der Gorilla! Ein muskulöser Menschenaffe, der bei bis zu 175 cm stehend bis zu 200 kg in der Wildnis auf die Waage bringt!

Und er ist ein Pflanzenfresser! Das sollte doch ein Zeichen sein, alle die Bodybuilder-Ausmaße haben wollen, müssen starten, sich von Blättern und Gräsern zu ernähren!

Am besten starten sie aber dann auch frühmorgens, weil es ca. 25 Kg an Grünzeug pro Tag sein müssen. Gelegentlich dürfen es ein paar Früchte sein.

Ein Grund für alle Veganer, weiter Blättern den Vorzug zu geben…. aber es gibt eine kleine Einschränkung, denn die haarigen Muskelpakete verzehren unbewusst Insekten und wurden auch öfters beim Naschen von einem Termitenhügel erwischt.

Dennoch bin ich kein Menschenaffe, der die Hälfte des Tages mit Futtern von Grünzeugs verbringen kann!

Für Powerlifter habe ich dann noch eine Empfehlung, orientiert euch an der Nahrungsweise der Ameise, die ja angeblich das Hundertfache ihres Gewichts tragen kann (Stimmt so nicht, aber das Märchen gefällt mir). Die Ameise isst alles, Blätter, Insekten, verfaultes Fleisch….

Und für Hochspringer gibt es dann die Ernährung des Flos…

Wir sind Menschen in einer modernen Zeit, wir müssen uns nicht mit Chemikalien und genveränderten Produkten zumüllen, wir müssen uns aber auch nicht an den Lebensweisen von Tieren, Urzeitmenschen oder gar Insekten orientieren. Schaut, was Euch gut tut und wie es sich anfühlt!

In diesem Sinne

Stay Strong

Euer Daniel, der jetzt auf die Beschwerdewelle von unzähligen Ernährungswissenschaftlern wartet